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Therapie

Wir behandeln jederzeit zielgerichtet und effektiv mit unterschiedlichen Methoden.

Ernährungs- und Lebensstilumstellung (RM-Methode)

Bei der Entstehung der Refluxkrankheit spielen bekanntlich Ernährungsgewohnheiten eine große Rolle. Dementsprechend kann Reflux gelindert werden, wenn man mehrmals am Tag kleinere Mahlzeiten zu sich nimmt, Speisen mit konzentriertem Zucker, Getränke mit Kohlensäure, Zucker und Alkohol komplett meidet sowie das Rauchen aufgibt.

Fürs Erste klingt das radikal. Unserer Erfahrung nach können aber mittels entsprechender Lifestyle-Maßnahmen Reflux und dessen Symptome um mehr als 50% reduziert werden. Die begleitende individualisierte Stressmanagement-Beratung optimiert zusätzlich das Befinden und die Belastbarkeit der Betroffenen. Außerdem unterstützt die Kostumstellung durch Verbesserung des Gemütszustands den Erfolg der Therapie. Ganz nach dem Motto:" Man ist, was man isst."

Außerdem wissen wir, dass ohne Änderung des Lebensstils auch eine chirurgische Therapie nicht den erwarteten Erfolg bringt.

Behandlung mit Medikamenten

Refluxbeschwerden (z.B. Sodbrennen, saures Aufstoßen) sprechen sehr gut auf eine Behandlung mit Medikamenten an: Protonenpumpenhemmer (PPI) hemmen die Säureproduktion im Magen. Die Folge: der Reflux ist nicht mehr so sauer, Sodbrennen verschwindet. Bei Refluxbeschwerden empfehlen wir die Behandlung mit der Höchstdosis des Magensäureblockers (z.B. 2x40 mg), dann Reduktion der Dosis entsprechend der Wirkung. Wichtig: keine Behandlung mit Medikamenten ohne Endoskopie (Krebsrisiko?).
Behandlung mit Medikamenten (PPI) kann zu Nebenwirkungen führen: Blähungen, Verstopfung oder Durchfall.

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Fundoplikatio

Reflux geschieht, weil das Antirefluxventil undicht ist. Die Operation stellt die Funktion des Ventils wieder her. Wenn trotz Behandlung mit Medikamenten die Refluxbeschwerden weiter bestehen, Sie die Medikamente nicht gut vertragen oder nicht mehr nehmen wollen, besteht die Möglichkeit zur Fundoplikatio. Die Fundoplikatio führen wir in minimal invasiver Knopflochtechnik ( Laparoskopie) durch (2-3 Tage stationärer Aufenthalt notwendig). Bei der Fundoplikatio wird ein Teil des Magens, der sog. Fundus, als Manschette (=Schal) um den Ausgang der Speiseröhre gewickelt und damit das Antireflux Ventil repariert (Operationszeit 60-90 min). Bei der Operation verkleinern wir auch die Lücke im Zwerchfell (der Zwerchfellbruch).  
Vor Fundoplikatio sollen Druckmessung und Refluxmessung der Speiseröhre durchgeführt werden.
Erfolgsaussichten: in 80%-90% der Fälle besteht auch 10 Jahre nach der Operation Beschwerdefreiheit.
In 10%-20% kann es zu einem Verrutschen der Fundoplikatio Manschette kommen. In 5%-10% der Fälle kann eine Zweitoperation notwendig sein.

Die Operation wird von unserem Team in den mit uns kooperierenden Krankenhäusern durchgeführt.

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Der ausgeleierte Anteil des Ausgangs der Speiseröhre wird mit dem Fundus des Magens umwickelt und dadurch das Antirefluxventil repariert (= Fundoplikatio). Zur Mobilisation des Fundus werden Gefäße zwischen dem Fundu und der Milz durchtrennt.

Magnetischer Ring gegen Reflux

Auch hier liegt die Ursache des Reflux am schadhaften Antirefluxventils. Bei dieser neuen Operation stellt ein magnetischer Ring die Funktion des Antirefluxventils wieder her. Bei dem neuen Verfahren wird ein Magnetischer Ring (Linx, Torax, USA) um den Ausgang der Speiseröhre gelegt. Der magnetische Ring besteht aus mit Titan beschichteten magnetischen Perlen. Im Ruhezustand ziehen sich die magnetischen Perlen an und der Ring ist geschlossen. Verschluss des Antireflux Ventils ist die Folge, Reflux und Sodbrennen bleiben aus. Beim Schlucken gibt der Ring nach und ermöglicht die Passage von Nahrung in den Magen. Die Operation dauert ca. 30 min und wird in minimal invasiver Knopflochtechnik ( Laparoskopie) durchgeführt (kann auch ambulant durchgeführt werden, Sie gehen also am Nachmittag nach dem Eingriff wieder nach Hause).
Erfolgsaussichten: in 85%-90% der Fälle besteht auch 3 Jahre nach der Operation Beschwerdefreiheit.
Vorteil gegenüber der Fundoplikatio: kürzere OP Zeit, weniger invasiv, kein Verrutschen möglich. Nachteil: es kann keine Magnet Resonanz Tomographie Untersuchung (MRT) durchgeführt werden, als Ersatz dafür: Computer Tomographie (CT). Ein magnetischer Ring kann jederzeit wieder entfernt werden.

Radiofrequenz Ablation von Barrett Ösophagus (HALO®)

Barrett Ösophagus ist eine Gewebeveränderung der Speiseröhre durch Reflux. Barrett Ösophagus ist eine Krebsvorstufe (Krebsrisiko 0.5% pro Jahr). Die Radiofrequenzablation ist eine neue wirksame endoskopische Methode zur Ablation der Barrett Schleimhaut. Die Behandlung dauert 20 min und wird in Kurznarkose im Rahmen einer Spiegelung der Speiseröhre durchgeführt. Dabei wird die Schleimhaut mit Radiofrequenzenergie verbrannt. In 70% der Fälle findet sich nach 2 Monaten keine Barrett Schleimhaut mehr, der Effekt hält in 92% der Fälle über 5 Jahre. In 30% der Fälle sind 2-3 Behandlungen zur erfolgreichen Entfernung der Barrett Schleimhaut notwendig.
HALO® 360 dient der Entfernung von großen Barrett Arealen, HALO® 90 zur Entfernung von kleinen Barrett Arealen (Schleimhautzungen).

Die Behandlung wird von unserem Team in den mit uns kooperierenden Krankenhäusern durchgeführt.

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Schematische Darstellung der HALO® 360 Ablation (= Radiofrequenzablation) vom Barrett Ösophagus. Über den Behandlungsballon (HALO® 360) wird die Radiofrequenzenergie an die Schleimhaut abgegeben und diese dadurch zerstört. Nach 2 Monaten findet sich in 70% der Fälle eine normale Schleimhaut ohne Barrett Gewebe.

Diagnose & Therapie

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Tel.: +43 (0)1 / 33 66 565
e-Mail: wien@refluxmedical.com
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