DE EN RU

Reflux Medical News

Neues aus dem Therapiezentrum

Bannen des Krebsrisikos bei Barrett Ösophagus

06.03.2013 von Reflux Medical

HALO® 360

Barrett Ösophagus (Barrett Syndrom) ist eine Gewebeveränderung im Ausgang der Speiseröhre, die durch langjährigen Reflux von Mageninhalt (= Reflux) entsteht. Ursache: falsches Essverhalten (zu viel, zu oft, zu süss, zu fett) schädigt das Anti Reflux Ventil im Ausgang der Speiseröhre. Reflux mit Sodbrennen, saurem Aufstossen, Husten, Heiserkeit, Halsschmerzen und Asthma ist die Folge. Der Reflux verätzt die Schleimhaut der Speiseröhre, Entzündung und Barrett-Ösophagus sind die Folgen.
Barrett Ösophagus besitzt ein erhöhtes Krebsrisiko (=0.5% - 0.7% pro Jahr), welches mit dem eines Polypen im Dickdarm vergleichbar ist (Dickdarmpolypen entdeckt man bei der Kolonoskopie, sie werden IMMER entfernt!).

Radiofrequenz Ablation (RFA, HALO) bei Barrett Ösophagus

Man muss nicht zuwarten, bis der Tumor/Krebs entsteht. Im Gegenteil: heute gibt es eine sehr wirksame, endoskopische Methode, mit der Barrett Ösophagus dauerhaft entfernt werden kann: die Radiofrequenz Ablation (RFA, HALO®, Covidien, US). Die Folge: das Krebsrisiko ist gebannt. Die Behandlung wird in Allgemeinnarkose durchgeführt und dauert 15-20 min. Nach der Ablation übernachten sie im Spital. Gegen mögliche Beschwerden (Übelkeit, Sodbrennen, Magenschmerzen) erhalten Sie schon während der Behandlung entsprechende Medikamente. Nach der Ablation können Sie sofort kalte, flüssige und breiige Nahrung zu sich nehmen. Am Morgen nach der Ablation gehen Sie nach Hause.
3 Monate nach der HALO Ablation erfolgt die Kontroll- Gastroskopie. In 70% der Fälle ist dann kein Barrett-Ösophagus mehr nachweisbar. In 30% sind noch 1-2 Ablationen notwendig, um den Barrett Ösophagus zu entfernen.

Was braucht man für eine HALO Ablation?

Wichtig ist eine aussagekräftige Spiegelung der Speiseröhre mit entsprechender Entnahme von Gewebeproben (Biopsie Protokoll). Damit werden der Barrett Ösophagus und seine Ausdehnung nachgewiesen. Folgende Kriterien definieren ein erhöhtes Krebsrisiko bei Barrett Ösophagus. Hier ist die HALO Ablation zu empfehlen:

  • Reflux Beschwerden länger als 5 Jahre.
  • Zwerchfell - Bruch grösser als 2.0 cm.
  • Entzündung der Speiseröhre.
  • Barrett-Ösophagus ± Dysplasie (=schwere Gewebeveränderung).
  • Krebserkrankung in der Familie (Leber-, Bauchspeicheldrüsen-, Darm-, Magen-, Schilddrüsen-Krebs).
  • keine Gegenanzeige gegen eine HALO Ablation (= Herz/Kreislauf Erkrankung, Bluthochdruck, Diabetes, Erkrankung des Bindegewebes, Blutgerinnungsstörung, Schwangerschaft).

Komplikationen nach HALO Ablation

Die Radiofrequenz Ablation (RFA, HALO) bei Barrett Ösophagus ist eine sichere Methode. In nur 0.2% der Fälle kam es zu schweren Nebenwirkungen: Blutung, Perforation, Lungenembolie. Damit entspricht das Risiko dem eines Fussgängers im Strassenverkehr von einem Auto niedergefahren zu werden.

Statt zuzuwarten sollte man handeln, um die Entstehung von Speiseröhren-Krebs zu verhindern. Gerne informieren wir Sie über Diagnose und Therapie bei Barrett-Ösophagus (Barrett Syndrom).

Zurück

Haben Sie noch Fragen?
Tel.: +43 (0)1 / 33 66 565
e-Mail: wien@refluxmedical.com
Adresse: Mariannengasse 10/9
1090 Wien
Genericon